Bauanleitung (1. Generation)

Diese Bauanleitung bezieht sich noch auf die 1. Generation des Cap-Count-o-Bins. Eine Anleitung für die zweite Generation folgt...

 

Auf dieser Seite wird Schritt für Schritt erklärt, wie man das Gehäuse eines CapCount-O-Bin baut.

Schritt 1: Elektronik klar machen

Zunächst muss die Platine gefertigt werden. Dazu kann die Board-Datei im Eagle-Format an einen Platinenhersteller geschickt werden. Wir haben die Platinen bei PCB-Pool fertigen lassen. Alternativ kann man die Platine natürlich auch in Handarbeit selber ätzen.

Sobald die Platine fertig ist, kann sie bestückt werden. Dazu sind folgende Komponenten notwendig, die man z.B. bei Reichelt bestellen kann:

Reichelt-Artikelnummer Beschreibung Anzahl Einzelpreis Gesamtpreis
SFH 309 FA Fototransistor, >0,4mA/35V/730-1100nm 2 0,27 € 0,54 €
PFL 10 Pfostenbuchse, 10-polig 3 0,09 € 0,27 €
WSL 10G Wannenstecker, 10-polig, gerade 6 0,07 € 0,42 €
RAD 47/35 Elektrolytkondensator, 6,3x11mm 2 0,04 € 0,08 €
DCF77 MODUL DCF 77 Empfängermodul 1 13,30 € 13,30 €
ATMEGA 168-20DIP ATMega AVR-RISC-Controller, DIL-28 1 2,85 € 2,85 €
LCD 162C BL LCD Dot-Matrix-Modul, 2x16 Zeichen, blau 1 15,35 € 15,35 €
SFH 487 OSRAM Infrarot LED 3 mm, 880 nm 2 0,33 € 0,66 €
µA 7805 Festspannungsregler 5V, positiv 1 0,17 € 0,17 €
SMD 1/4W 1,0K Widerstand 2 0,10 € 0,20 €
SMD 1/4W 2,0K Widerstand 1 0,10 € 0,10 €
SMD 1/4W 10K Widerstand 2 0,10 € 0,20 €
SMD 1/4W 100 Widerstand 1 0,10 € 0,10 €
SMD 1/4W 100K Widerstand 4 0,10 € 0,40 €
X7R-G1206 100N 100nF Kondensator 2 0,06 € 0,12 €
SMD 1/4W 240 Widerstand 2 0,10 € 0,20 €
BC 337-25 Transistor 3 0,04 € 0,12 €
B500C1000DIP DIL-GLEICHRICHTER 1 0,12 € 0,12 €
HEBW 21 Hohlstecker-Einbaubuchse 1 0,10 € 0,10 €
Summe 35,30 €

Einige der genannten Komponenten sind billiger, wenn man sie in größeren Stückzahlen (i.d.R. ab 10 Stück) bestellt - falls man mehrere CapCount-o-Bins bauen will, sollte man also eine Sammelbestellung durchführen.

In Anbetracht der gewählten Komponenten sollte das Löten (ein wenig Übung vorausgesetzt) auch mit einem ganz einfachen Lötkolben kein Problem sein, besser ist aber natürlich eine Lötstation mit einstellbarer Temperatur und einer möglichst feinen Spitze. Um sich nicht selbst im Weg zu stehen, sollte mit den kleinen Komponenten (Widerstände) begonnen werden. Die Wannenstecker sollte man erst ganz zum Schluss auflöten.

Schritt 2: Holzgehäuse vorbereiten

Anmerkung: Bei dieser Anleitung gehen wir davon aus, dass der CapCount-o-Bin mit einem Holzgehäuse ausgestattet wird - dies ist die unserer Meinung nach einfachste Möglichkeit, ein passendes und nett aussehendes Gehäuse zu bekommen. Alternativ wäre es aber natürlich auch denkbar, ein Gehäuse aus Plastik herzustellen oder ein bereits vorhandenes Gehäuse entsprechend "umzubauen". In diesem Fall kann man Schritt 2 natürlich weglassen.

Das benötigte Material für den Bau des Gehäuses bekommt man in jedem gut sortierten Baumarkt. Im Folgenden findet sich eine kurze Auflistung der nötigen Teile:

  • 2-3 Holzplatten (für Laubsägearbeiten) mit etwa 4mm Dicke und mindestens A4 Größe. Stückzahl abhängig von der Größe (in A3 entsprechend weniger).
  • 1 Massivholzbrett als Trägerbrett / Rückwand mit 20-22cm Breite und mindestens 45cm Länge.
  • 1-2 Scharniere für den Boden
  • 1 Kistenverschluss für die Verriegelung des Bodens
  • 2 Winkeleisen
  • 3 M3-Schrauben und Muttern
  • 1 Plastiktrichter
  • 1 Plastikrohr mit ca. 35mm Durchmesser (passend zum Kronkorkendurchmesser, siehe Bild 1) und einer Länge von mindestens 5cm
  • sowie: kleine Nägel, ein paar Holzreste für die Klötzchen, Holzleim und natürlich einen wandmontierbaren Flaschenöffner
Systematisch approximierten wir hinreichend geringe Fertigungstoleranzen

Bild 1: Systematisch approximierten wir hinreichend geringe Fertigungstoleranzen

Die genauen Abmessungen der einzelnen Teile kann man sehr gut mit Hilfe der SketchUp-Datei sehen. Eine kleine Übersicht, insbesondere von der Frontplatte, ist in Bild 2 gezeigt:

Bemaßungen der Frontplatte

Bild 2: Bemaßungen der Frontplatte

Die 20x13cm große Frontplatte benötigt im oberen Teil (idealerweise mittig) eine Aussparung für das Display mit einer Größe von 2,5x7,2cm. Dieses lässt sich recht gut mit Hilfe einer Stich- oder Laubsäge aussägen. An der Rückseite der Frontplatte werden nun vier Holzklötze angeleimt und -genagelt, an denen später die Seiten- und Deckelplatten angebracht werden. Dazu sollte ein Abstand von ca. 4mm (entsprechend der Dicke der Holzplatten) zum Rand eingehalten werden. Während das obere Paar Holzklötzchen genau in den Ecken der Frontplatte angebracht wird, wird das untere Paar etwa auf der Hälfte der Höhe angebracht (so, dass die Platine mit ihrer Längsten Seite noch zwischen die Klötzchen passt), da hier später eine Zwischenplatte zur Abtrennung der Elektronik vom Kronkorkenbehälter eingezogen wird (siehe Bild 3).

Rückansicht der Frontplatte mit Display-Aussparung

Bild 3: Rückansicht der Frontplatte mit Display-Aussparung

Die Seitenplatten werden nun an die dafür vorgesehenen Holzklötzchen angeleimt und -genagelt (siehe Bild 4).

Bild 3: Montage der Seitenplatten

Bild 4: Montage der Seitenplatten

Anschließend werden je zwei weitere Holzklötzchen pro Seitenwand angebracht, die auf der selben Höhe mit den auf der Frontplatte angebrachten Klötzchen liegen sollten. Nun kann der Deckel angebracht werden. Dieser benötigt eine kreisförmige Aussparung, in die später der Trichter eingesetzt wird. Um Platz zu sparen und die "Trefferquote" der fallenden Kronkorken zu erhöhen, wird der Mittelpunkt der Aussparung so gewählt, dass der Kreis an der zukünftigen Rückseite abgeschnitten ist (siehe Bild 5).

Bild 4: Anbringung des Deckels

Bild 5: Anbringung des Deckels

An den oberen, hinteren Holzklötzchen können nun die Winkeleisen angebracht werden, mit denen das Gehäuse später am Trägerbrett "aufgehangen" wird (siehe Bild 6).

Bild 4: Gehäuse fertig zum Integrieren der Elektronik

Bild 6: Gehäuse fertig zum Integrieren der Elektronik

Schritt 3: Das Innenleben

Als erstes muss der Trichter vorbereitet werden. Dieser muss zunächst, passend zur Aussparung im Deckel, an einer Seite ausgeschnitten werden, so dass er bündig an die Rückwand anliegt (gut zu sehen in Bild 8). Das untere Ende des Trichters muss passend zum Durchmesser des Kunststoffsrohrs abgeschnitten werden. Das Rohr selbst sollte so lang sein, dass es gerade durch die spätere Zwischenplatte hindurch reicht. Die beiden Teile können mit Heißkleber verbunden werden. Im unteren Teil des Rohrs müssen nun kreuzförmig je zwei gegenüberliegende Löcher mit einem Durchmesser von 3mm gebohrt werden, in die anschließend die Phototransistoren und LEDs für die Lichtschranken eingesetzt werden. Selbstverständlich müssen sich dabei jeweils ein Phototransistor und eine LED gegenüber sitzen. Bild 7 zeigt den vorbereiteten Trichter mit einer einfachen Lichtschranke und der angeschlossenen Platine.

Bild 6: Vorbereiteter Trichter mit Lichtschranke

Bild 7: Vorbereiteter Trichter mit Lichtschranke

Nun können Trichter und Elektronik eingesetzt werden. Die Elektronik-Platine wird dazu mit drei Schrauben an der rechten Seitenwand (von vorne betrachtet) befestigt. Das Display wird in die dafür vorgesehene Aussparung auf der Frontplatte eingesetzt und mit Heißkleber fixiert. Unter- oder oberhalb des Displays sollte noch genügend Platz für den DCF-Empfänger übrig sein, der ebenfalls mit Heißkleber befestigt wird. Ist die Elektronik befestigt, kann die Zwischenwand eingesetzt werden. Diese muss Aussparungen für das Rohr und den Stromanschluss der Platine vorweisen. Nun kann der Trichter (ebenfalls mit Heißkleber) in die vorgesehenen Aussparungen eingesetzt werden (siehe Bild 8).

Bild 6: Einbau des Innenlebens

Bild 8: Einbau des Innenlebens

Schritt 4: Endmontage

Wenn das Innenleben eingesetzt ist, kann das Gehäuse mit dem Trägerbrett verschraubt werden. An der Unterseite des Trägerbretts wird anschließend die Bodenplatte mit Hile eines Scharniers nach unten klappbar befestigt. Der Boden kann dann mit Hilfe des Kistenverschlusses am Gehäuse eingehakt werden. Am oberen Ende des Trägerbretts wird nun noch mittig der Flaschenöffner montiert. Am Ende sollte dann alles so aussehen wie in Bild 9.

Bild 9: Der fertige CapCount-o-Bin

Bild 9: Der fertige CapCount-o-Bin

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